Sonntag, 5. Juli 2015

Rückblick: Ein ganz normaler Tag im Leben der 11 Triglav-Radfahrer


7:30 Uhr – der Wecker klingelt uns aus einem tiefen Erholungsschlaf
8:00 Uhr - Frühstück und die Feststellung, dass die Oberschenkel noch immer schmerzen

8:15 Uhr – der Blog des Vortages wird gelobt; ein Literaturkritiker vermisst den journalistischen Bogen ;-) …und Edith findet zwei Rechtschreibfehler
8:20 Uhr – Thorsten erklärt glaubwürdig, dass Robert den Blog gehackt und von Köln aus nachträglich die Fehler eingebaut habe.
9:30 Uhr - Edith (Chefpackerin): "wo bleibt der große Koffer!?"


 9:53 Uhr – Kaia: „Spieglein, Spieglein an der Wand – wer hat das schönste Rad im Land?“

10:45 Uhr – alle schauen ehrfürchtig zum Gipfel und denken „was für ein Anstieg“
10:45 Uhr – Stefan W. schaut ehrfürchtig auf seinen Garmin und sagt „was für ein Anstieg“

11:00 Uhr - Edith schaltet in den ersten Gang und denkt "Gott sei Dank fahre ich das Auto!"

11:35 Uhr – 21% Steigung – wir quälen uns und fluchen
11:37 Uhr – 22,5% Steigung  – Brigitte zeigt ihr charmantestes Lächeln 

11:54 Uhr – Thorsten und Stefan W. träumen vom Ankunftsbier

11:54 Uhr – Anke träumt von italienischem Eis
12:10 Uhr – Stefan W. und Andrea verquatschen sich auf dem Anstieg mit ihren Reiseerlebnissen 

12:15 Uhr – wir haben den Gipfel erreicht – Stefan B. wartet bereits und ihm wird langsam kalt

12:20 Uhr – Anke macht Dehnübungen und träumt dabei von italienischem Eis

13:05 Uhr – Jörn fährt links und fotografiert nach hinten
13:05 Uhr – er bekommt den ersten Anpfiff von Brigitte deswegen
13:08 Uhr – zweiter Anpfiff von Brigitte

13:50 Uhr – Mittagspause, wo sind die Tuc´s – wer hat die Cola?!

14:47 Uhr – Anke träumt von italienischem Eis
15:13 Uhr – das Navi hat uns auf eine Schotterpiste geführt 

15:13 Uhr – Edith hat intuitiv die richtige Straße gefunden (ohne Navi)
15:51 Uhr – Ralph schießt an allen vorbei, um 3 Kehren weiter mit der Kamera auf uns zu lauern

16:45 Uhr – wir durchfahren eine traumhafte Landschaft und Claudia lobt Thorsten für die professionelle Streckenplanung
16:46 Uhr – Claudia beklagt den professionellen Steigungsgrad…..

16:50 Uhr – …..die richtige Sattelhöhe und eine gelöste Hinterradbremse zeigen professionelle Wirkung
17:35 Uhr – Ankunftsbier

17:46 Uhr – Anke isst italienisches Ankunftseis

19:15 Uhr – Kaia wienert und bützt ihr Rad
23:15 Uhr – Andrea, Jörn und Brigitte haben den Text für den Blog fertig
23:58 Uhr – Ralph hat die passenden Bilder rausgesucht und den Blog „online“ gestellt

23:55 Uhr – Thorsten baut noch schnell ein paar Rechtschreipfehler ein

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Abschlussessen in Ljubljana



Samstag, 4. Juli 2015

Immer diese blauen Wolken am Himmel ...

6. Radtag: Freitag, 03. Juli 2015










Von Most na Soci (bei Tolmin) zurück nach Ljubljana
mit 96KM mit 1700 HM (letzte Radetappe)

Heute stand leider schon der letzte Radtag unserer Tour an. Wie gestern sollte es ein brüllend heißer Tag werden. 
Also, ab auf die Räder! 




Anfangs folgten wir noch der türkisblauen Soca auf der Smaragdstraße. 



Dann ging es langsam aber sicher hinauf in die Berge. Da das Thermometer nun bereits Temperaturen >30°C anzeigte, fror auch niemand mehr und wir waren bereit für die ersten Anstiege. 



Vorher aber setzten sich Brigitte und Anke vom Feld ab und übten für den heute in unserem Zielort Ljubljana gestarteten Giro d´Italia Femminile. Im feinsten Formationsflug mit sauber ausgeführtem „belgischen Kreisel“ jagten die Beiden das Flusstal hinauf.





Nach der bewährten Mittagspause aus unseren Snackmobil ging es in eine schöne Abfahrt incl. anspruchsvoller Offroad-Passage, die allerdings dann nicht mehr alle Beteiligten so schön fanden. 

Die Mountainbiker unter uns kamen jedoch voll auf ihre Kosten. 



Bald darauf stand auch schon der letzte Berg auf dem Plan - böse Zungen behaupten allerdings, dass dieser, da <10% Steigung, eigentlich gar nicht in die Kategorie „Berg“ fällt... Wie es sich aber für einen anständigen Berg gehört, stand am Fuße zur Erfrischung eine kühl sprudelnde Quelle bereit. 



Nach dem äußerst schönen Anstieg auf den Suhi Dol (einige fanden ihn sogar so schön, dass sie ihn gleich nochmal fahren wollten – war aber leider nicht erlaubt) wurde oben das obligatorische Gipfelfoto gemacht.



Dann ging es endgültig aus den julischen Alpen hinaus in Richtung Ljubljana. 



Dort angekommen wurde zunächst das erste Cafe auf dem Weg angesteuert, um mit einem Kaltgetränk das Ende der Tour einzuläuten. Im Hotel angekommen wurde dann die Eis-Kühlbox des Hauses leer geräumt bevor wir schließlich die Räder verstauten und den sportlichen Teil unserer Triglav-Radtour beendeten.



Den Tag ließen wir in bei einem leckeren Essen in einer Taverne in der belebten Altstadt von Ljubljana ausklingen.




Mal sehen, vielleicht erzählen wir morgen noch, wie der ganz normale "Urlaubsalltag" im Leben der 11 Triglav-Biker aussieht... spätestens aber nach unserer Rückkehr in der Heimat ;-)

Freitag, 3. Juli 2015

Entscheidung am Vrsic-Pass – Rund um den Triglav

5. Radtag: Donnerstag, 02. Juli 2015












Von Bled nach Most na Soci (bei Tolmin)  
mit 126 KM mit 1825 HM (Highlight Etappe)

Der 5. Radtag begann für Stefan und Brigitte bereits um 6.30 Uhr! mit einer Schwimmeinheit im See. Dabei testeten die beiden (verbotenerweise) die Regattastrecke des Bleder Sees, die in Ruderkreisen zu den schönsten der Welt gehört!




Nach dem gemeinsamen Frühstück ging es dann für alle auf die Räder. Die Route führte über einen schönen Radweg Richtung Kranska Gora.






Ein knallharter Anstieg zum Vrsic-Pass mit bis zu 20%-Steigung, strahlender Sonnenschein, 33°C (ohne Schatten), vorher im Tal eine Quelle unter der wir unsere Trinkflaschen nochmal auffüllten und uns selbst unter dem tropfenden Quellwassser abkühlten, 




24 Kehren verteilt auf 800Hm und 10km, alle mit Kopfsteinpflaster befestigt, das stand heute etwas im Hintergrund. 



Ein Felsengesicht welches keiner gefunden hat, eine Berghütte auf der wir dank Gulaschsuppe und Spaghetti wieder zu Kräften kamen, das stand heute etwas im Hintergrund. 



Auf der Abfahrt ein Sprung von den Felsen in das kristallklare Wasser der Soca, im Hintergrund die schroffen und steil aufragenden Felsen des Triglavs, 





















ein Formationsflug über 70km auf dem niemand nörgelte, das stand heute etwas im Hintergrund.



Am Ziel ein eisblauer Bergsee vor den grünen Bergen des Triglav-Nationalparks, eisgekühltes Bier und Radler in einer Strandbar, 



eine Pizza, so lecker, wie wir sie selten zu essen bekommen und ein Berggewitter, welches die erhoffte Abkühlung brachte, all das stand heute etwas im Hintergrund.


Tagelang hatten sich Kaia und Thorsten lustige Wortgefechte geliefert, ob vorhandene Kraft oder fehlendes Gewicht am Berg den entscheidenden Vorteil bringt. 



Am Fuß des Anstiegs zum Vrsic-Pass eskalierte das Wortgefecht zu einer knallharten Kampfansage unseres quirligen Neulings Kaia an unser kraftstrotzendes Urgestein Thorsten. Zeitgleich gingen die Beiden in den Anstieg zum Vrsic-Pass

Schnell entstanden Positionskämpfe. Kaia setzt sich ab, 



Thorsten fuhr das Loch wieder zu. Irgendwann hatte einer der Kontrahenten ein Kehre Vorsprung. Freundliche Grüße wurden nach unten geschickt. Je nach Streckenprofil wurde der Abstand größer oder kleiner. 



Alle überlegten, wie dieses ungleiche Rennen wohl ausgehen würde und heiße Diskussionen auf dem Aufstieg entstanden. „Kaia wird ihren Gewichtsvorteil nutzen und Thorsten wegfahren“, „Thorsten wird seine Kraft einsetzen und Kaia im Bergsprint abhängen“, „Kaia setzt sich schnell ab und dann wird Thorsten sie nicht mehr sehen“, „Kaia wird sich am Anfang verausgaben und Thorsten wird sie im oberen Teil stehen lassen“, „ich schau mir das Rennen aus nächster Nähe an“, „ich warte oben und schau mir an, wer von den Beiden zuerst ankommt“ – Wir kamen uns vor wie damals in Alpe d‘ Huez – Marco Pantini gegen Jan Ulrich – und wir mitten drin. 





Und im Ziel in Most na Soci wartete ein eiskaltes Bier auf uns :-)